gegründet 1.4.2001
erscheint unregelmäßig
Aktuell21.05.09Von: Åke Åkeström

60 Jahre Grundgesetz: Der vergessene Paragraph

Köln. Bei Aufräumarbeiten in den U-Bahn-Schächten des Stadtarchivs stießen Forscher unlängst auf brisantes Material. In einer staubigen Kiste fanden sich Notizen zum Entwurf des Grundgesetzes. Dabei tauchte ein vergessener Artikel auf, der auf wunderliche Weise trotzdem Einzug in unser tägliches Leben gefunden hat.

Hier die verschollenen Aufzeichnungen:

Artikel 1b

(1) Die Blödheit des Menschen ist unantastbar. Sie zu mehren und zu schützen ist Verpflichtung aller medialen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zur unverletzlichen und unveräußerlichen Blödheit als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Fernsehens und des Geblubbers in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Dumpfrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt (Bild-Zeitung) und Fernsehen als unmittelbar geltendes Recht.

Artikel 2b

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Blödheit, soweit er die Gefühle der Nicht-Blöden verletzt und gegen die verfassungsmäßige Ordnung des Hirnkastels oder das Sittengesetz verstößt.

Die Forscher fanden auch eine schlüssige Erklärung für die Tatsache, warum dieser Eintrag, der niemals veröffentlicht wurde, dennoch solch durchschlagende Wirkung entfalten konnte.

Demnach wurde dieser Artikel offensichtlich von Unbekannten mit verwunschener Geheimtinte zu den Notizen hinzugefügt und erst durch den plötzlichen Feuchtigkeitseinfluß im Frühjahr wieder sichtbar.

Die Hoffnung, daß der Zauberbann dadurch nun aufgehoben sei und Deutschland nun also quasi wieder „normal“ werde, zerstreuten die Forscher allerdings schleunigst. Sie gehen vielmehr davon aus, daß sich die Wirkung durch diesen Vorfall eher noch verstärkt habe. Dies würden rezente Beweise aus der Welt der Medien, wie z.B. die diversen „Deutschland sucht...“-Sendungen sowie allerdings auch das gesamte restliche TV-Programm überdeutlich zeigen, so die Forscher.


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