gegründet 1.4.2001
erscheint unregelmäßig
Leidartikel, Aktuell, Nützliches05.03.12

Hepp, gefangen.

Blogstöckchen [n.] das gegenseitige Zuwerfen und Weiterreichen von Fragen zwischen verschiedenen Bloggern. Heute bekannt als: Fünf Fragen.

Tschä, auch der alte Elchverleiher lernt immer noch dazu. Gestern bekam ich via Twitter folgende Direktnachricht von @eumel59: „Hi Åke, hast n Blogstöckchen bekommen!“ „Hier, hast‘n Buckel!“, dachte ich zunächst in Anlehnung an einen guten alten Witz. Dann las ich aber doch lieber erstmal, was der Eumel da so gebloggt hatte.

Klingt spannend und nehme ich gerne auf, obwohl ja der Elchkurier kein Blog im eigentlichen Sinne ist, sondern ein unregelmäßig erscheinendes Sammelsurium.

Fünf Fragen gilt es zu beantworten und (viel schwieriger) fünf neue Fragen dann weiterzugeben. Also nix wie los:

1. Bots, Trojaner, Pishing, wie sicher fühlt ihr euch im Netz?

Gelegentlich könnte man meinen, das Netz sei mittlerweile zu einem Dschungel verkommen, in welchem man sich genau so unsicher fühlt und so ungern bewegt, wie in einem realen Dschungel. Seit ich vor einiger Zeit die hundertprozentige Rundumlösung BRAIN.EXE entdeckt habe, hält es sich mit meiner Paranoia aber in Grenzen.

2. Visionen – was glaubt ihr, wie sieht die Onlinewelt in paar Jahren aus, gibt es Soziale Netze in der heutigen Form noch?

Wenn man bedenkt, wie jung all diese Dienste wie Twitter, Facebook und Co. noch sind und wie sie dennoch unser Leben (naja, zumindest das Leben vieler) verändert haben, würde ich sagen, wir stehen ja noch ganz am Anfang. Zu Facebook kann und will ich nichts sagen, weil ich diesen Dienst bewußt boykottiere. Aber die Zukunft könnte genau in die Richtung gehen, daß ein Boykottieren nicht mehr möglich sein wird. Wenn es nach den feuchten Träumen von Zuckerberg & Co. geht, wird jedes Baby demnächst schon vor der Geburt mit einem Account versehen. Klar, daß bei den Betreibern der schnöde Mammon im Vordergrund steht und daß auch Twitter keine Sozialveranstaltung ist. Es geht immer um Milliarden, das darf man nicht vergessen. Es geht nie nur um unseren Spaß.

Wie der kleine 140-Zeichen-Dienst Twitter die Welt verändert hat und weiter verändert, daß wird sich so richtig erst in einigen Jahren zeigen. Wenn wir nämlich feststellen, daß wir uns gar nicht mehr vorstellen können, wie wir einst ohne diesen Dienst leben konnten. Aber auch Twitter muß von irgendetwas leben und so wird man sich diese Dienstleistung irgendwann bezahlen lassen. Auf die eine oder andere Weise.

Ich nutze nebenher noch die Alternative identi.ca, aber es ist schon reichlich mühsam, zwei Dienste zu füttern und zu beobachten. Also leidet mein identi.ca-Account meistens.

Zu Google+ etwas zu sagen, fällt mir im Moment noch schwer. Anfangs war ich wie so viele andere total da hinterher, einen Zugang zu bekommen und nun liegt er meistens brach. Das hat viele Gründe. Einer davon ist, daß ich immer noch nicht so recht weiß, was mir Google+ bringt.

Für kurze schnelle Nachrichten ist es nicht gemacht. Für längere habe ich den Elchkurier. Ein schnelles Schnacken wie bei Twitter ist nicht möglich und ich habe keine Lust, ständig zu überlegen, mit wem ich denn nun eine Konferenz halten könnte. Also läuft mein Account so nebenher. Gelegentlich lese ich da mal rein, aber es ist ein bisschen zu viel. Spiele will ich auch nicht spielen, so what. Ob Google+ jemals ein Facebook-Konkurrent werden kann, wage ich nicht zu beurteilen, s.o.

3. Tablet-PCs – Hype oder auf lange Sicht für den produktiven Einsatz zu umständlich?

Achgottachneeachwatt. Ich habe so ein Spielzeug noch nicht. Ich gebe zu, ich linse gelegentlich neugierig drauf. Aber so recht weiß ich nicht, welchen Nutzen ich im Moment davon haben sollte. Ich habe ständig mein kleines Acer Aspire One dabei. Das hat sich schon mehr als bezahlt gemacht. Und für alles andere habe ich mein Smartphone - das benutze ich allerdings exzessiv. Ein Tablet ist ja irgendwie ein aufgeblasenes Smartphone und es bestürzt mich, daß Microsoft diese Teile so wichtig nimmt, daß Windows mit seiner immerhin bald 30-jährigen Bedienphilosophie nun der Mode geopfert wird.

Aber auf lange Sicht werden sich die Tablets wandeln und spezialisieren auf die Dinge, für die sie gut sind. Warum sollte ich mir z.B. einen E-Book-Reader zulegen, wo doch die meisten Tablets dafür viel besser geeignet sind. Das Tablet wird sich irgendwo zwischen Netbook, Smartphone und E-Book-Reader platzieren, denke ich. Mich würde nicht wundern, wenn dann beispielsweise HTC in naher Zukunft mit einem Tablet herauskäme, bei dem man eine Tastatur herausschieben kann...

4. Wie abhängig seid ihr vom Internet – geht es auch ohne?

Abhängig, ich? Ja, definitiv!

Immerhin verdiene ich einen Teil meines Geldes damit, daß ich mit dem Internet verbunden bin und quasi direkt „dort“ arbeite.

5. Was sind eure must-have-Seiten die ihr täglich im Netz ansurft

Titanic - www.titanic-magazin.de

Cashys Blog - www.stadt-bremerhaven.de

Der Google-Kalender - https://www.google.com/calendar/

Und dann gibt es natürlich noch -zig andere Seiten, die man immer mal wieder ansurft.

Ich verweise da mal auf meine Link-Empfehlungen...

 

Meine 5 Fragen:

1. Welche Relevanz werden Blogs in zehn Jahren haben - wird überhaupt noch jemand mitlesen?

2. Welches sind Deine absoluten Lieblingsblogs?

3. Dienste wie Twitter & Co. machen eine „Nebenöffentlichkeit“ sichtbar. Wie groß schätzt Du diese Kraft wirklich ein?

4. Wie groß siehst Du die Gefahr einer Instrumentalsierung der sozialen Netze?

5. Welche Chancen siehst Du im Cloud-Computing - nutzt Du diese Dienste bereits und wie wird die Entwicklung langfristig aussehen?

Und die gehen an:

@blogdudel @kaffeebeimir @morgenland @miradlo @iZerf

 



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