gegründet 1.4.2001
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Leidartikel24.06.13Von: Åke Åkeström

KiWo 2013: Naja!

Kaum geschönte Ansicht der Freß- und Flaniermeile an der Hörn

Kaum geschönte Ansicht der Freß- und Flaniermeile an der Hörn

Mit der Pünktlichkeit und der Präzision eines schweizer Uhrwerks zog am Freitag zur inoffiziellen Eröffnung der Kieler Woche, dem »Soundcheck« jenes miese Wetter auf, ohne das die Kieler Woche halt nicht die Kieler Woche wäre.

Und in sofern hat die Kieler OB unrecht, wenn sie anmerkt, die Kieler Woche sei wie »Weihnachten, Erdbeereis und Hitzefrei zugleich«. Eben nicht. Wie Weihnachten - ja. Wie Erdbeereis - vielleicht. Wie Hitzefrei - auf keinen Fall!

Wenn aber Bengel reisen, oder auch nur mal so über die Kieler Woche schlendern, hält sich das Wetter auch mal zurück und daher habe ich mir auch dieses Jahr Verstärkung in Form meines Patentkindes Lukas eingeladen. Und siehe da, wenn man Petrus nur eingehend deutlich macht, daß er seine Spielchen mit wem auch immer, aber nicht mit uns treiben kann, dann klappt das auch. Letztes Jahr ebenso gut, wie am gestrigen Sonntag: Vormittags, als wir sowieso noch im Salz lagen, durfte Petrus sich austoben - gegen Abend nutzten wir dann den Sonnenschein. Und als wir dann nach Haus' radelten, durfte Petrus wieder mit dunklen Wolken drohen.

Ob wir allerdings unser letztjähriges Timing überbieten können, ist fraglich. Da lief es dann nämlich so ab: Vor unserem KiWo-Besuch wollten wir uns mit einer Pizza stärken. Also radelten wir - im besten Sonnenschein - zu einer Pizzeria am Knooper Weg und sahen, während wir unser Essen genossen dabei zu, wie die Menschen draußen von Petrus mit einem ordentlichen Platzregen bedacht wurden. Als wir dann fertig waren, radelten wir bei bestem Sonnenschein zur Kiel-Linie runter.

Wird uns das Wetter auch in diesem Jahr ähnlich hold bleiben?

Bleiben Sie dran, wir berichten weiter...

Nachtrag:

Ich würde jetzt ja auch gerne so ein bis drei Worte zu Wilhelm Tell Me verlieren, die gestern auf der NDR-Bühne zu erleben waren, aber jetzt geht's erstmal nach Schilksee.

Nachtnachtrag:

Tschä, wie sich dann zeigte lohnte diese Kieler Woche nicht der ständigen Berichterstattung, denn: das Wetter war wirklich scheiße, die Anzahl der besuchten Acts hielt sich in Grenzen. Das einzig Nennenswerte war aus meiner Sicht der sehr gelungene Poetry Slam auf der Jungen Bühne. Selbst das Nightglow auf dem Norder fand nur mit den Brennern statt, weil der Wind zu heftig war, zumindest die beiden Male, an denen ich dort war.

Das Feuerwerk am Sonntag habe ich mir dann geschenkt.

Und sonst so?

Der internationale Markt ist hochgradig kommerziell wie seit längerem schon (fressen, saufen, sressen, dann wieder saufen - waaas, hier gibt's etwas über andere Länder zu erfahren, nicht möööglich!).

Das Gewühl auf der Kiellinie war etwas übersichtlicher, Illegal 2001 sucks, die NDR-Bühne geht so, aber dort (wie auch auf dem Norder) gibt's kein Bier, sondern nur Warsteiner (orig. Zit.: Mutter des Elchverleihers) und überhaupt.

Und mit der gleichen Präzision, wie das Mistwetter zu Beginn der Kieler Woche einsetzte endete es am Montag dann auch wieder.

Fazit:

Haken dran und Hopp!
Denn nach der Kieler Woche ist vor der Kieler Woche! 


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