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Aktuell, Brmmpf (aka Politik)14.09.09Von: Åke Pølitikverdrøss

Quahl-Duell. Wahlempfehlung gegen Quarkminister

Björn, der Politikelch übt schon mal...

Haben Sie sich etwa das gestrige »Duell« im Deutschen Fernseh angetan? Nein, nicht das zwischen Homer und dem Rest der Welt, sondern das andere da, mit Määäkel und Steinmeier? Laaangweilig, werden Sie jetzt mit Homer S. denken.

Denn man hat sich ja auch vorher schon denken können, daß dieses Duell so ablaufen würde, wie es abgelaufen ist. Zwei Regierungspartner im sogenannten Kreuzverhör und niemand von der Opposition anwesend. Also langweilig und vorhersehbar. So auch heute unisono das Echo in den Medien.

Haben wir trotzdem eine Erkenntnis aus diesem Duell ziehen können? Ja. Nämlich die, daß unsere Journalisten vor allem auf Krawall und spektakuläre Schlagabtäusche aus sind. Und dann schwer beleidigt sind, wenn sie diese nicht geliefert bekommen.

Was aber wäre eigentlich so schlecht an der Erkenntnis Nummer zwei, nämlich, daß diese beiden Politiker durchaus noch eine Wahlperiode lang mit einander auskommen könnten, so sachlich und zivilisiert, wie sie sich während des Duells gegeben haben?

Den beiden Krampfhähnen aus Schleswig-Holstein, dem betulichen CDU-Onkel Carstensen und dem immer etwas arrogant dahergrinsenden Pfälzer (sic!) Stegner wünsche ich geradezu, daß sie dazu gezwungen würden, einfach nur, um zu sehen, ob sie durch die Umstände zur Räson gebracht wären.

Und Onkel Åke, gar nicht betulich, gibt hier nun seine ganz eindeutige Wahlempfehlung: SPD wählen.

Jawohl. SPD. Nein, Sie haben sich nicht verlesen. Denn wer wollte ernsthaft behautpen, einen Außen- und Quarkminister Westerwelle für die kommenden vier bis sechzehn Jahre ertragen zu können geschweige denn zu wollen?

Da wären mir vier relativ ruhige Jahre mit Außenminister Steinmeier deutlich lieber - und andere Alternativen gibt es realistischerweise jedenfalls nicht, im Moment.

Und Schleswig-Holstein? Mal im Ernst: der Möllemann-Spezi und unglaubliche Großtuer Kubicki kann dort zwar nicht Außenminister werden, würde aber pfeilgrad den zweiten Grund liefern, für die kommenden vier bis fünf Jahre Radio und Fernseh ausgeschaltet zu lassen und die Zeitungen alleinig zum Entzünden des Ofens zu verwenden. So viel Petersilie wächst in Deutschland nämlich überhaupt nicht, wie man sich in die Ohren stopfen müßte wie weiland die Römer bei der Entführung von Troubardix, um halbwegs unbeschadet an der Zukunft teilhaben zu können.


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