gegründet 1.4.2001
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Leidartikel, Musik, Lürik, Lob & Hudel14.05.10Von: Åke Åkeström

Reinhören, jawohl! Über die Schwierigkeit, Eigenwerbung zu treiben.

Es gibt Dinge, die wollen einem nicht so leicht aus den Fingern. Werbung in eigener Sache zum Beispiel. Obwohl das hier nur ein ganz kleines bisschen in eigener Sache ist. Deswegen liegt dieser Text aber schon eine Weile bei mir im Hirnkaschtel rum und weigerte sich bislang erfolgreich dagegen, endlich feste Form anzunehmen.

Das soll sich jetzt ändern, denn ich muß hier und jetzt und sofort Werbung machen für ein Lied, eine wunderbare Stimme und eine liebe Freundin (die Stimmenbesitzerin).

Also mal von Anfang an: Irgendwann im letzten Jahr traf ich beim Schlendern durch die Gutenbergstraße auf meine liebe Freundin Maren, die hinten Stallmann heißt und seit einiger Zeit so nebenher an ihrer Gesangskarriere feilt. Und es entspann sich ungefähr folgender Dialog:

»Moin Maren, was macht Deine Gesangskarriere?«
»Fein, ich geh jetzt öfter mal zu so Veranstaltungen, wo jeder etwas vortragen kann…«
»Echt, ich würde mich sowas ja nicht trauen…«

Und was man halt so alles sagt, wenn die eine tüchtig an ihrer Gesangskarriere feilt und der andere zu feige ist, sich irgendwo hinzustellen und was vorzutragen.

Und dann erzählte Maren mir auch noch, daß sie sich an eigenen Texten versucht habe und daß das mal eben nicht so einfach sei, mit den eigenen Texten. »Vielleicht kann ich ja aushelfen, mit einem meiner Texte«, half ich aus. »Ja, gerne, aber nur auf Englisch«, brachte Maren mich schnell in eine Zwickmühle.

Und dann wechselten wir das Thema, denn es sollte des Abends Livemusik an der Hörn geben (der Elchkurier berichtete), wohin und wozu man sich also verabredete.

Daheim setzte ich mich artig an den Computer und übersetzte ein Gedicht von mir, was ich der verdutzten Maren dann des Abends in die Hand drückte. »Schönes Gedicht, aber ich weiß noch nicht, ob ich was damit anfangen kann.« Aber sie konnte, wie ich dann einige Zeit später hören durfte. So, und nun zur Werbung, die ja eigentlich gar keine Eigenwerbung ist, denn von mir will das wirklich niemand gesungen hören, glauben Sie mir.

Vor einigen Wochen nun hat Maren das Lied zusammen mit Klavierbegleitung (Christopher Luckhardt) eingespielt und das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen, obwohl es »nur« das Ergebnis eines Probemitschnitts ist.

Ich habe seitdem einen neuen Ohrwurm, und das hat nichts mit meinem Text zu tun, sondern mit Marens Gesang. Also: reinhören, reinhören, reinhören. Und nicht über quakige PC-Lautsprecher, sondern über die Anlage!

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Musik: Maren Stallmann, Text: der alte Elchverleiher
Interpreten: Gitarre und (wunderbarer) Gesang: Maren Stallmann, Klavier: Christopher Luckhardt


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